Butterkuchen

Folgende, erschütternde Geschichte wurde mir neulich berichtet:

Da ist dieses Seniorenheim, so eines wie das bei mir gegenüber, da wohnen diese ganzen freundlichen Damen und Herren. Die laden regelmäßig die Nachbarschaft zu einer musikalischen Darbietung ein, zu der Butterkuchen gereicht wird. Das kostet keinen Eintritt, die Damen und Herren sind ja freundlich.
Und unkommerziell.
Natürlich muss irgendjemand immer den Butterkuchen besorgen, das geht zum Glück meist ganz leicht, weil die Bäckerin an der Ecke manchmal vor der Tür eine raucht. Da kann man leicht ein paar Paletten Kuchen mopsen.
Das ging seit Jahren so – alle hatten ihren Spaß, niemand musste etwas bezahlen, ist ja alles unkommerziell und die Senioren sind ja auch nett, alt und hilflos.
Als nun aber die Bäckerin sich das Rauchen abgewöhnte, geschah etwas, womit keiner gerechnet hatte, ja, hätte rechnen können.
Etwas unfassbares:

Die Bäckerin verlangte tastsächlich Geld für den Butterkuchen.
Und wiederhole das noch einmal, weil es ja wirklich kaum zu glauben ist:
die Bäckerin wollte, dass die Senioren den Kuchen bezahlen.
Natürlich gingen die Senioren damit sofort an die Presse.
Schließlich ist das ja eine unkommerzielle Veranstaltung, und man ist ja alt und hilflos. Und zum Glück leben wir in einer gerechten Welt.
Die Bäckerei wurde selbstverständlich mit einem beispiellosen Shitstorm überzogen.

Aber offenbar ist vielen noch nicht bekannt, was für ein Abzockerverein das ist!
Ich finde, diese Aasgeier sollte man aus Ihrem Glastempel jagen.
Wenn dies so weiter geht, dann werden in einigen Jahren einige Bevölkerungsgruppen schlichtweg so gut wie keinen Zugang mehr zu Butterkuchen haben.
Den Raubrittern entgeht niemand.
Es ist schon schlimm genug, dass wir dauernd tricksen müssen, um diesen Läden den ein oder anderen Euro mehr abzuluchsen.
Die sind einfach krank.
Die können von mir aus zur Steinigung freigegeben werden.
Bald müssen wir auch noch für die Luft zum Atmen zahlen.
Unglaublich dass man nicht einmal in kleiner Runde einige Stücke Kuchen fröhlich zusammen essen darf ohne dass man dafür barbiert wird.
In was für einem Affenstall leben wir eigentlich mittlerweile?!
Wie weit soll diese staatlich geduldete Wegelagerei denn noch gehen?

P.S. oh, ich habe da etwas durcheinander gebracht, es ging gar nicht um den Butterkuchen, sondern um die Musik.
P.P.S. der letzte Abschnitt besteht dementsprechend aus willkürlich aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten, die Gema betreffend.

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Über kunstproduktion

Musikproduzent, Studio Nord Bremen. geboren 1974, Studium der Kunst und Musik, zahlreiche Albumproduktionen in London, Hannover, Hamburg, Bremen.
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Eine Antwort zu Butterkuchen

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